- Wenn heute abend die Glocken des Kölner Doms weithin
über das rheinische Land schwingen, wenn sie mit ehernem
Klang das Jahr 1996 einlauten, dann ist - wie an jedem
Silvesterabend - dieselbe Gruppe Bad Honnefer unter den
Tausenden von Menschen, die in die Metropolitan-Kirche strömen,
um das alte Jahr ausklingen zu lassen und das neue zu begrüßen.
Heute abend wollen diese kunstsinnigen Honnefer Mitbürger
in die Dom-Krypta hinabsteigen und auch die Drei-Königs-Kapelle
besuchen, um die herrlich geschmiedeten Portale und Gitter, die
aus dem Feuer gewachsenen Ranken, Blumen und christlichen
Symbole, jene wunderbare Taube oder gar den Kranz in der
Dom-Sakristei mit seinemfaszinierenden Blattwerk anzuschauen,
die der ,,Kirchenschmied vom Rhein für die Kathedrale
geschaffen hat. Bis nach Rhöndorf reichen die
handwerklichen Wurzeln des Kunstschmiede-Geschlechts derer von
Hoppen, wie wir Zeugnisse ihres Könnens ebenfalls in den
nahen Gotteshäusern von Rheinbreitbach, Unkel oder
Bruchhausen finden. Auch in einigen schönen Bad Honnefer
Privathäusern stoßen wir auf Weinkeller-Türen,
Brüstungen und andere Arbeiten, die in Sebastian Hoppens
Schmiedefeuer entstanden sind, unverwechselbar in Form und
Ausdruck.
|